128-1 HD-Pumpe

P. Strunk >>> Netzwerktechnik >>>

Server + Netzwerke / CNC-Fertigungstechnik / Utility-Management

Projekte / 128-1 : IKZ-Hochdruckpumpe BAZ

Server von innen

Projekt: 128-1

Generalüberholung einer IKZ-Hochdruckpumpe

IKZ steht für: "Innere- Kühlmittel- Zufuhr". Hierbei wird unter hohem Druck das Kühl-/ Schmiermittel direkt durch das Werkzeug (Fräser, Bohrer etc.) an die Schneide des Werkzeugs geleitet.

Um den erforderlichen Druck von (je nach Anforderung) 30 bis 150 bar zu erzeugen, wird eine Hochdruckpumpe benötigt.

Heute steht eine Wartung / Überholung so einer Pumpe an. Ihr Druck entspricht nicht mehr den Anforderungen und es dauert zu lange, bis das Kühlmittel den langen Weg durch die Maschine bis zum Werkzeug erreicht.

 

Vorläufige Diagnose: Verschmutzung in der Förderkammer und Undichtigkeit der Überdruck- und Rückflussverhinderer.

Daraus ergibt sich folgende Aufgabenstellung: Ausbau, Demontage, Reinigung der Pumpe und der Ventile, Überprüfung der Lager und Dichtungen (ggf. Austausch), Zusammenbau mit Einbringung neuer Schmiermittel, Einbau und Funktionprüfung.

Wie immer können Sie durch anklicken der nachfolgenden Bilder in die vergrösserte Ansicht wechseln!

Bild 1: Ausbau

Die Pumpe muss von den Rohrleitungen getrennt werden.

Der Motor (nicht im Bild) wurde zuvor abgebaut.

Nun lässt sich die Flanschverschraubung lösen und Getriebe mit Pumpengehäuse können abgehoben werden.

 

Ausbau der Pumpe aus dem Tankbehälter

Bild 2: Demontage

Die eigentliche Pumpe wird zerlegt.

Einzelteile werden markiert, um bei der Montage wieder in der gleichen Position eingebaut zu werden.

Die Dichtungen werden sorgfälltig abgehoben, bei gutem Zustand können sie evtl. wiederverwendet werden.

 

Pumpe, zerlegt

Bild 3: Zustand vor der Reinigung

Ohne viel Worte...

Fette und feinste Metallstäube haben über die Jahre einen zementartigen Belag gebildet.

Hier im Gehäuse weniger störend, nur unschön. Aber genauso sieht es in den Ventilen aus.

Eine vorläufige Bestätigung meiner Diagnose!

Zustand nach mehreren Jahren ...

Bild 4: Überprüfung der Komponenten

Das Herz dieser Pumpe sind die Förderschnecken. Ihr Zustand ist erstaunlich gut.

Die Lager auch i.O. Mit neuem Fett gefüllt werden sie bis zur nächsten Demontage durchhalten.

Überdruck- und Rücklauf-Ventile hingegen sind durch Erosion und Verschmutzung (s. Bild 3) stark verschlissen und unbrauchbar. Leider gibt es dafür keine Ersatzteile mehr.

Also ist Handarbeit angesagt.

Alle Teile konnten zur vollen Funktion aufbereitet werden.

Die Förderschnecken

Bild 5: Zusammenbau

Die Pumpe ist montiert und das Getriebe angeflanscht.

Fertig zum Einbau.

nach dem Zusammenbau

leider ohne Bild: Schmieren und Zusammenbau

Fetten und schmieren sind meine "Lieblingsarbeiten".

Das ist Handarbeit. Und die Hände sind genauso fettig wie die Bauteile. Deshalb hatte die Kamera Pause.

Dennoch: Sauberkeit hat höchste Priorität! Nur die geringste Verunreinigung z. B. an den Lagern führt zu ihrem baldigen Ende.

Bild 6: Einbau

Man sieht nur das Getriebe. Die Pumpe befindet sich nicht mehr sichtbar unterhalb des Tankdeckels.

Jetzt nur noch den Elektromotor aufsetzen und einen Probelauf durchführen.

Da das Überdrückventil aufbearbeitet wurde, wird der Druck auf die erforderlichen 60 bar neu einjustiert.

 

Einbau in den Tank

Fertig!

Noch am gleichen Tag kann die "neue" Pumpe ihre Arbeit aufnehmen.

P. Strunk >>> Netzwerktechnik >>>

Server + Netzwerke / CNC-Fertigungstechnik / Utility-Management